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Und was macht eigentlich Rüdiger?

So… Ich habe von Anne den Auftrag bekommen, auch mal einen Beitrag für unseren Blog zu schreiben, und zwar, da das offensichtlich niemand so richtig versteht und aus irgendwelchen Gründen alle brennend interessiert, über meine Arbeit!
TEF
Meine Arbeit könnte ich in einem Satz beschreiben: Ich bin verantwortlich für die TEF! Da das aber leider nur ein BOSCHler versteht, muss ich wohl etwas weiter ausholen…
Ich arbeite hier beim BOSCH in einer Abteilung namens TEF. Genauer gesagt bin ich für diese Abteilung verantwortlich. TEF steht für Technische Funktionen und es handelt sich dabei um eine Support-Abteilung für die Produktion. Ich bin hier für vier Bereiche verantwortlich:
  1. Der erste ist der technische Support für Fertigungsprozesse, wie zum Beispiel Montagetechnik, Fräsen, Ultraschallschweißen, Stanzen, Biegen, Crimpen, etc… d.h, bei mir sitzen Prozessspezialisten, die sich extrem gut in ihrem jeweiligen Prozess auskennen und bei technischen Problemen, also Funktionsstörungen, oder durch den Prozess verursachten Fehlern am Produkt, die Maschinen wieder auf Trapp bringen. Neben dem Prozesssupport kümmern sich diese Spezialisten auch um die Applikation von diesen Prozessen für neue Anwendungen und Fertigungslinien. Außerdem sitzen in diesem Bereich auch noch Projektleiter, die für die Projektierung von neuen Fertigungslinien verantwortlich sind.
  2. Der zweite Bereich kümmert sich um das ganze Thema Instandhaltung! Die Kollegen der korrektiven Instandhaltung sorgen dafür, dass die Fertigungslinien wieder laufen, wenn mal was nicht stimmt. Die Kollegen der präventiven Instandhaltung sorgen dafür, dass die Fertigungslinien erst gar nicht stillstehen, indem sie vorbeugende Wartungsarbeiten durchführen. Soweit so gut… Die Bereiche drei und vier sind wohl etwas schwieriger zu verstehen…
  3. Der dritte Bereich heißt Industrial Engineering. Hier kümmern wir uns um Standards in der Fertigung, die Einhaltung von Ergonomiestandards an manuellen Arbeitsplätzen und um das ganze Thema Zeitwirtschaft. Das heißt, wie lange benötigen die Mitarbeiter für ihre Arbeitsinhalte, welche Taktzeiten erreichen wir dadurch in den Linien und was bedeutet das für die Kosten des Produkts!
  4. Der vierte Bereich schimpft sich Launch und Change Management. Das das zu komplex ist, versuch ich gar nicht erst, das zu erklären ;-)
Meine Abteilung hat aktuell 13 Mitarbeiter und ist ständig am wachsen. Ich habe in den nächsten zwei Wochen allein 30 (!) Vorstellungsgespräche, weil ich im Moment 10 neue Stellen zu besetzen habe!
Das stellen wir in Serbien her

Das stellen wir in Serbien her

Neben dem Tagesgeschäft und der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern kümmere ich mich aktuell noch sehr viel um Kompetenzmanagement, also den systematischen Aufbau von Wissen, und führe nebenbei noch einen Ausbildungsgang zum Industriemechaniker nach dem Vorbild des deutschen dualen Systems in Zusammenarbeit mit einer Schule in Belgrad und dem serbischen Kultusministerium ein.  Wenn das jetzt alles noch zu unkonkret ist… Wir stellen hier im Fertigungswerk Scheibenwischer her und es arbeiten aktuell 150 Leute hier. Geplant ist eine Steigerung auf über 1000 innerhalb der nächsten zwei Jahre.
Wie ihr euch also vorstellen könnt gibt es wirklich extrem viel zu tun. Da die Arbeit aber auch sehr spannend ist und viel Spaß macht, sind die vielen Stunden im Büro gar nicht so schlimm!
Wer jetzt noch nicht beim Lesen eingeschlafen ist, dem kann ich gerne noch viiiiiel mehr erzählen. Das nächste mal melde ich mich wieder mit nicht so trockenen Themen!!!