Schlechte Ware für viel Geld

Gestern war ich in einer neuen Shoppingmall in der es wirklich alles gibt, was sich das konsumfreudige Mädchenherz so wünscht. Bei Accessorize surfte ich unter anderem durch die Haarspängchen. Ein kurzer Blicks aufs Preisschild – 600 serbische Dinar (ca. 5 Euro) –  ok, für so in bisschen goldangepinselten Metallschrott eigentlich viel zu teuer, aber eigentlich finde ich die Spänchen echt schön….bis mir mal die Verhältnismäßigkeit auffiel: Diese vier Billigspängchen kosten so viel, wie eine Haushaltshilfe hier pro Stunde verdient.

Accessorize sind nicht die Einzigen, die ihre Ware zu (für serbische Verhältnisse) völlig überzogenen Preisen verkaufen. Dieses Phänomen ist mir hier auch bei anderen westlichen Marken aufgefallen: Produkte wie Kleidung, Schuhe und Accessoires, deren Qualität bestenfalls mittelmäßig ist, werden in einem armen Land zu den gleichen Preisen wie in Deutschland verkauft. Im Endeffekt geben dadurch gerade die Armen ihr hart verdientes Geld für minderwertige Ware aus, in dem Glauben, sich etwas zu gönnen.

An dieser Stelle darf sich jetzt jeder selber ein Urteil über diese Geschäftspraxis bilden…

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