Krieg im Stadion: “Roter Stern” vs. “Partizan”

Über verschiedene Umwege ist Rüdiger an VIP-Karten für das Derby „Roter Stern“ gegen „Partizan“ gekommen. Einen Vorgeschmack auf die Stimmung im Stadion gab es, als wir zum Treffpunkt ca. 2 km vom Stadion entfernt fuhren. Vor den Botschaften im Viertel standen auf einmal schwer bewaffnete Polizisten und rund um den „Pink-Kreisel“, einer der Verkehrsknotenpunkte in Dedinje, fanden Polizeikontrollen statt. Wir sahen zu, wie die Polizei aus einem Kleinwagen vor uns 4 Baseballschläger konfiszierte. Die lagen nicht nur zu sportlichen Zwecken im Kofferraum.

Das Spiel war so lala, aber die Stimmung und die Choreografien waren toll, bis es irgendwann kippte. Im Stadion kam es zu bürgerkriegsähnlichen Szenen, was bei dieser Partie wohl üblich ist. Die zahlreichen Bengalos vernebelten teilweise das komplette Stadion und in der zweiten Halbzeit zündeten Hooligans einen Teil der Tribüne an. Die Polizei musste nicht nur die total verfeindeten Fans von „Partizan“ und „Roter Stern“ voreinander schützen, sondern auch einige Fangruppen des gleichen Vereins voneinander trennen. Eine serbische Freundin hat mir erklärt, dass es dabei vor allem um Machtkämpfe rivalisierender Mafiagruppen geht.

Dieses Spiel war auf jeden Fall eine Erfahrung!

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