Archiv für den Monat: Juli 2014

Heaven is a Place on Earth: Salas Volic

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich schon im Sommer gepostet haben….und nun ist es schon fast November.

Auf den Tipp von Freunden, habe ich im März ein Wochenende auf einer kleinen Salas (eine Art serbischer Ferienbauernhof) ca. eine Stunde von Belgrad entfernt gebucht. Und als Stargast mit dabei: meine Schwester Kathrin aus Hamburg. Wir wussten nicht genau was uns erwartet, aber unsere Bekannten hatten uns in den höchsten Tönen vorgeschwärmt… Und siehe da: Volltreffer!

Selten habe ich mich in drei Tagen so perfekt erholt wie auf der Salas Volic.

Auf dem großzügigen Grundstück geht es zu wie im Paradies: zwischen den Obstbäumen begegnet man einem der beiden Hunde oder freilaufenden Gänsen, Enten, einem Hängebauschwein oder einem von zwei Ponys. Die Kinder können überall rumlaufen, es gibt einen großen Sandkasten, ein Trampolin, eine Seilbahn, man kann Bogenreiten, Kutsche fahren oder einfach nur in der Hängematte liegen und faulenzen.

Weil wir keine Lust hatten zu Kochen, haben wir uns von den supernetten deutsch-serbischen Besitzern verwöhnen lassen: leckere, einfache Gerichte mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Yummie!

Am Ende der drei Tage haben wir kurz mit dem Gedanken gespielt, uns selber mit einem Bauernhof selbständig zu machen. Liegt uns aber vermutlich nicht so im Blut, deshalb fahren wir einfach ganz bald wieder auf die Salas!

Sommer in Belgrad

Sommer in Belgrad bedeutet:

  • Viele heiße Tage
  • Kiloweise frisches Obst…Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Aprikosen. Alles frisch vom Markt!
  • Üben, wie man Kirschkerne ausspuckt
  • Mücken
  • Flugzeuge, die Mückengift über der Stadt versprühen
  • Gigantische Wassermelonen, die an den großen Straßen direkt aus dem Lastwagen verkauft werden
  • Badesessions im Garten (Mira hat sich letzte Woche das erste Mal in den Pool getraut. Vorher wurden maximal die Zehen gebadet).
  • Sommergewitter
  • Lange Tage an der Ada
  • Fußball!!!
  • Drückende Nächte
  • In den Flußrestaurants draußen sitzen und lecker Fisch essen
  • Stromausfall
  • Jede Menge Eis von „Moritz Eis“, der besten Eisdiele der Stadt

Besuch aus Offenburg

Wir hatten zum ersten Mal Besuch aus Offenburg! Vielen lieben Dank für die tollen Tage, Franka, Steffi und Guido! Natürlich waren wir gespannt, wie Mira auf ihre Kindergartenfreundin reagieren würde. Kennen sich die beiden überhaupt noch? Und wie geht Mira mit einem „Eindringling“ in ihr Reich um.

Die Überlegungen hätten wir uns sparen können: Mira und Franka waren 5 Tage lang ein Herz und eine Seele. Und wir Großen übrigens auch!

Ihr Lieben, wir freuen uns schon auf euren nächsten Besuch!

Krieg im Stadion: “Roter Stern” vs. “Partizan”

Über verschiedene Umwege ist Rüdiger an VIP-Karten für das Derby „Roter Stern“ gegen „Partizan“ gekommen. Einen Vorgeschmack auf die Stimmung im Stadion gab es, als wir zum Treffpunkt ca. 2 km vom Stadion entfernt fuhren. Vor den Botschaften im Viertel standen auf einmal schwer bewaffnete Polizisten und rund um den „Pink-Kreisel“, einer der Verkehrsknotenpunkte in Dedinje, fanden Polizeikontrollen statt. Wir sahen zu, wie die Polizei aus einem Kleinwagen vor uns 4 Baseballschläger konfiszierte. Die lagen nicht nur zu sportlichen Zwecken im Kofferraum.

Das Spiel war so lala, aber die Stimmung und die Choreografien waren toll, bis es irgendwann kippte. Im Stadion kam es zu bürgerkriegsähnlichen Szenen, was bei dieser Partie wohl üblich ist. Die zahlreichen Bengalos vernebelten teilweise das komplette Stadion und in der zweiten Halbzeit zündeten Hooligans einen Teil der Tribüne an. Die Polizei musste nicht nur die total verfeindeten Fans von „Partizan“ und „Roter Stern“ voreinander schützen, sondern auch einige Fangruppen des gleichen Vereins voneinander trennen. Eine serbische Freundin hat mir erklärt, dass es dabei vor allem um Machtkämpfe rivalisierender Mafiagruppen geht.

Dieses Spiel war auf jeden Fall eine Erfahrung!