Archiv für den Monat: Januar 2014

Der Schnee ist da!

Wir hatten in Belgrad im Januar mit viel Schnee und eisigen Temperaturen gerechnet und dann war es an meinem Geburtstag 15 Grad warm. Ich muss sagen, so ein bisschen enntäuscht war ich ja schon. Aber jetzt ist er da der Schnee… und das Glatteis, auf den teilweise weder geräumten noch gestreuten Strassen (und hatte ich schonmal erwähnt das Belgrad extrem hügelig ist?). Am Wochenende (genau genommen am Sonntag – yep, da haben die Geschäfte auf!)  haben wir schnell nen Schlitten gekauft und den Hügel bei uns im Garten getestet! Das Ergebnis: läuft! Und zwar richtig gut! Mira hat darüber hinaus ausgiebig den Schnee getestet: wie schmeckt der, wieso werden die Hände kalt und die Füße nass, wie fühlt sich Schnee im Gesicht an wenn man der Länge nach reinfällt und wieso knirscht das so unter den Füßen:

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Stell dir vor du hast Kinder und alle helfen mit!

Ich muss hier mal ein kleines Loblied auf die serbische Gesellschaft singen: ich habe mich mit den Kindern noch nie so willkommen gefühlt wie hier! Insgesamt sind die Serben unheimlich aufgeschlossen und gehen auf die Kinder zu. Mira wird ständig angesprochen, gestreichelt (ist gewöhnungsbedürftig, gebe ich zu) und gelobt: wie süß sie ist, was sie schon alles kann, wie niedlich sie angezogen ist….you name it! Darüber hinaus unterstützen die Serben einen mit Kindern im Alltag durch viele kleine Aufmerksamkeiten:

  • In Restaurants sind Kinder immer willkommen – auch in den guten und sehr guten Restaurants. Sie werden begeistert begrüßt und es ist uns schon mehrfach passiert, dass ein Teil der Belegschaft nachher mit Mira gespielt hat.
  • In Supermärkten wird für uns in der Regel eine neue Kasse aufgemacht, damit wir mit den Kindern schneller durchkommen.
  • Kürzlich haben mich in der Post 16 (!) Leute vorgelassen, damit ich mit Clara nicht anstehen muss.
  • Die zerbrochene Vase im Hauseingagz hat unsere Vermieterin nur mit einem Schulterzucken und “Kinder dürfen das” kommentiert.
  • Auf der Straße wurde ich von ein paar Teenies angesprochen, ob sie mir dabei helfen sollen den Kinderwagen aus dem Auto zu holen.

Die Leute begegnen den Kindern unvoreingenommen, freundlich und extrem rücksichtsvoll und das macht das Leben so viel einfacher und entspannter. Davon können sich die Deutschen gerne mal ne kleine Scheibe abschneiden.

Hier kommen noch ein paar Bilder von Clara, die inzwischen ein richtig waches kleines Baby ist:

IMG_7364 Ein echtes Highlight ist für sie auch das Mobile. Sieht man, oder?IMG_7368

IMG_7371 IMG_7369Es macht  so viel Spaß ihr beim Wachsen und Erkunden zuzusehen. Wenn man sie anlächelt lacht sie zurück und macht dabei kleine Juchzgeräusche. Mira ist nach wie vor begeistert von ihrer “Gaija” und unheimlich fürsorglich: sie meldet uns wenn Clara hungert hat, die Windel voll sein könnte oder sie vielleicht eine Decke braucht. LOVE!

Sonntag bei den Tütties: Its Waffeltime!

Statt einem Geburtstagskuchen  gab es dieses Jahr Geburtstagswaffeln für mich. Klingt banal, die jagt nach den Zutaten war aber ganicht so einfach, wenn man nur “Hallo”, “Tschüß” und “wo geht es zum Bahnhof” auf Serbisch kann. Mira war es übrigens egal, ob die Waffeln jetzt mit Vanillezucker oder ohne gebacken werden: hauptsache es gibt viele und es geht schnell!20140119_15543320140119_154835 20140119_154851

Wir strecken die Fühler aus: der erste Ausflug in die Belgrader City

Bei meinem ersten und bishher einzigen Besuch in Belgrad hat es in Strömen geregnet, deshalb war ich gespannt auf unseren ersten Besuch in der Innenstadt.

 

Wir sind die Knez Mihailova (die Haupteinkaufsmeile) bis zum Kalemegdan (die große Festung) hochgemummelt. Der erste Eindruck? Hier ist ja niemand! Anscheinend krabbeln die Belgrader erst gegen 11/12 Uhr aus den Federn. Vorher ist in der Fussgängerzone jedenfalls nichts los und viele Geschäfte haben auch noch zu.

Der zweite Eindruck: das ist hier ein Shoppingparadies. Also liebe zukünftigen Besucher: fangt bitte schonmal an zu sparen! Belgrad ist eine Weltstadt und wer als internationale Marke etwas auf sich hält, ist in der Innenstadt (oder einer der großen Malls in der Stadt) vertreten.  

Im Hintergrund seht ihr die neue Brücke...

 

Wir haben den Tag bei frühlingshaften Temperaturen (für die Formulierung gibts nen Euro ins Phrasenschwein, aber wie soll ich 15 Grad im Januar sonst beschreiben) erstmal mit einem Kaffee begonnen und sind dann langsam durch die Fußgängerzone zu dem neuen Spielplatz unterhalb der Festung gebummelt.  Der Spielplatz hat definitv das Zeug zum Stammspielplatz: neue  Spielgeräte, genug Bänke, schattenspendende Bäume, Parkplätze um die Ecke und einige Coffee to go Läden in unmittelbarer Nähe ;-)

Statt Brezen snacken die Belgrader Popcorn. Hier gibt es gefühlt an jeder Ecke einen Stand, an dem man gesalzenes Popcorn kaufen kann….gerne auch  rot, gelb, grün oder gelb eingefärbt. Ich LIEBE gesalzenes Popcorn und Mira spielt gerne mit Popcorn Hänsel & Gretel. Also eine win-win Situateion!

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Auf dem Rückweg füllte sich die Fussgängerzone langsam mit Leben: überall machten kleine Stände mit Kunsthandwerk auf, an der Seite verkauften einige Frauen  selbstgehäkelte Spitzendeckchen und selbstgestrickte Handschuhe, in einer Seitenstraße öffnete  ein  Bücherflohmarkt und überall standen auf einmal Straßenmusiker, Clowns oder Puppenspieler.

Es gibt viel zu entdecken, ich freue mich schon jetzt auf unseren nächsten Ausflug!

 

 

Abfahrt

Abfaaaaahrt!

Die letzten beiden Monate waren wirklich anstrengend. Deshalb waren wir echt happy, als es am 2. Januar endlich losging. Eigentlich waren wir gut vorbereitet….aber wie es  immer so ist hat es dann doch ein bisschen gedauert bis alle im Auto waren, sich am Flughafen wieder alle gefunden haben, das Gepäck endlich aufgegeben war….usw. usw. Gut, dass wir ein etwas größeres Helfer- und Verabschiedungskommande dabei hatten (vielen lieben Dank nochmal!):Abfahrt AbfahrtAus dem gemütlichen Kaffee beim Starbucks gegenüber vom JAT-Schalter am Flughafen ist natürlich nix geworden, weil uns die Zeit davon gelaufen ist (wie man sich das halt immer so nett vorstellt, gell?). Aber vielleicht klappt das ja beim nächsten Mal.

Der Flug war ziemlich ereignislos: beide Kinder haben gepennt und Rüdiger und ich haben erstmal durchgeatmet. Das war auch ganz gut so, denn in Belgrad hatten wir dann das nächste Problem: 100 kg Gepäck, ein Mann mit gebrochenem Arm, zwei Kleinkinder und ein viel zu kleiner Mietwagen. Naja, nach den letzten Wochen kann uns eigentlich nichts mehr schocken. Trotzdem waren wir echt froh, als wir endlich im Hotel waren.